Mittwoch, 26. Juli 2017

Rezension "Die Terranauten"

„Die Terranauten“- T. C. Boyle  




Titel: Die Terranauten 
Autor/in: T. C. Boyle
Verlag: Hanser Literaturverlag
Preis: 26,00 € (Hardcover), 19,99 € (eBook)
Seiten: 608 Seiten 
ISBN: 978-3-446-25386-5 
Erscheinungsdatum: 9. Januar 2017 
Altersempfehlung: ab 17 Jahren 



Inhalt 

4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium. Bestsellerautor T.C. Boyle erzählt vom halsbrecherischen Versuch, eine neue Welt zu erschaffen.
In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.




Meine Meinung 

Zu Beginn des Buches war ich etwas skeptisch, da „Die Terranauten“ ein ganz anderes Genre ist, als ich sonst eigentlich lese. Aber trotzdem hat das Buch wir wirklich sehr gut gefallen. 

Über zwei Jahre lässt T. C. Boyle den Leser am Projekt „Ecosphere 2“ oder „E 2“, wie es von den Charakteren im Buch genannt wird, teilnehmen. Der Leser begleitet die 8 Terranauten in ihrer neu erschaffenen, geschlossenen Welt.

Die Geschichte wird abwechselnd von Dawn Chapman, Ramsay Roothoorp und Linda Ryu erzählt. Alle drei sind Teil des Experiments. Durch Dawn und Ramsay bekommt man das Leben in „E 2“ mit und Linda erzählt vom Leben außerhalb von „E 2“. Was die anderen 6 Teilnehmer des Projektes denken und fühlen erfährt man nur durch die Erzählungen von Linda, Ramsay oder Dawn. 

Für alle Teilnehmer bedeutet das Leben in „E 2“ harte körperliche Arbeit, täglich ohne Ausnahme und über 700 Tage. Der Mangel an Vitamin, Sauerstoff und Energie erschwert das Leben in „E 2“ nur noch mehr. Das Motto „Nichts rein, nichts raus“ der 8 Terranauten wird in vielen Situationen und je länger sie in „E 2“ sind immer mehr zur Zerreißprobe, weswegen ich mir als Leser die Frage gestellt habe, ob sie es wirklich schaffen oder ob sie das Projekt nicht vielleicht doch vorzeitig abbrechen. 

Dawn hat einen starken Willen, wenn sie etwas will, dann tut sie alles dafür es zu bekommen und dies schafft sie meistens auch. Von niemandem bekommt sie etwas abgeschlagen. Eigentlich war sie mir sehr sympathisch, was sich aber in manchen Situationen im Buch geändert hat, da ich ihr Verhalten oft und besonders am Ende des Buches überhaupt nicht verstanden habe. 

Linda dagegen war mir eigentlich von Anfang an unsympathisch. Sie war auch Kandidatin für das Projekt „E 2“, allerdings wurde Dawn ihr vorgezogen, weswegen sie das Projekt nur von außen miterlebt. Die Niederlage gegen Dawn hat sie im kompletten Buch nicht verkraftet. Sie will unbedingt Rache an Dawn nehmen, wodurch sie gemein und hinterhältig wird. Linda denkt eigentlich nur an sich selbst und würde alles dafür tun um wenigstens an „E 3“ teilnehmen zu können, wo sie schon nicht bei „E 2“ dabei sein durfte. 

Genauso wie Dawn war mir Ramsay in einigen Situationen sympathisch, in den meisten allerdings eher weniger. Er würde alles dafür tun, damit das Projekt „E 2“ erfolgreich wird, denkt gleichzeitig aber meiner Meinung nach zu sehr an sich.

Der Schreibstil des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er hat die Geschichte spannend und interessant gemacht, wodurch sich das Buch schön hat lesen lassen. Manche Situationen im Buch waren meiner Meinung nach zu detailliert und lang beschrieben, wodurch es sich an manchen Stellen etwas gezogen hat. 

Am Anfang dachte ich es wäre eher eine Art Sachbuch oder ein sachlicher Bericht über das Projekt, aber dies war es gar nicht, es war ein spannender Roman über ein wirklich interessantes Projekt.
Fazit 

Obwohl ich zu Beginn etwas skeptisch war, hat mir „Die Terranauten“ wirklich gut gefallen. Eigentlich dachte ich die Geschichte um das Projekt würde mich nicht interessieren und wäre nicht spannend genug. Aber dies war überhaupt nicht der Fall. Die Geschichte war spannend und als Leser wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und was noch alles passiert. Auch das Projekt fand ich wirklich sehr interessant. 


Da sich das Buch an einigen Stellen leider etwas gezogen hat, es mir aber trotzdem gut gefallen hat, bekommt es von mir 4/5 Punkte. 

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