Mittwoch, 26. April 2017

Rezension "Dark Noise"

„Dark Noise“- Margit Ruile  





Titel: Dark Noise
Autor/in: Margit Ruile 
Verlag: Loewe
Preis: 14,99 € (Paperback), 11,99 € (eBook)
Seiten: 288 Seiten
ISBN: 978-3-7855-8446-0
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 





Inhalt

Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln. Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war.
Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt.
In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer.




Meine Meinung 

Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen, was daran gelegen hat, dass man als Leser überhaupt nicht wusste, wer genau die Situation gerade beschreibt und auch von welcher Situation der Erzähler gerade redet. Trotzdem wollte ich das Buch unbedingt weiter lesen, weil mich der Klappentext wirklich sehr neugierig gemacht hat. Und nach ein paar Seiten konnte man als Leser dann aber doch besser durchblicken und wusste auch wovon die Rede war und das Buch wurde wirklich spannend und hat mich total gefesselt. 

Zafer, den Protagonisten lernt man als zurückgezogenen, jungen Mann kennen, welcher seine Zeit eigentlich nur in seiner dunklen Wohnung an seinem Computer verbringt. Essen bestellt er sich am liebsten per E-Mail bei einer Pizzeria und auch sonst hat er nicht wirklich soziale Kontakte und er legt auch keinen großen Wert darauf welche zu haben. Für Zafer gibt es eigentlich nur seinen Job, er bearbeitet gerade eine Serie, bekommt dann aber auch noch einen anderen Auftrag, mit welchem eigentlich alles beginnt. Zu Beginn der Geschichte lernt Zafer Emily kennen, welche in der Stadt mit ihrer Gitarre singt. Die beiden verstehen sich auf anhieb relativ gut, da beide etwas „anders“ sind. Im Laufe des Buches lernt man Emily ein bisschen besser kennen, dies aber dennoch nur sehr oberflächlich. Genauso ist es bei Zafer, im Laufe der Geschichte erfährt man über ihn relativ wenig, was ich sehr schade finde. Ich persönlich hätte gerne etwas mehr über die Protagonisten und auch ihre eigene Geschichte erfahren. 

Ich, als Leser konnte mich durch die detaillierte Schreibweise der Autorin sehr gut in die Situation hineinversetzen. Und auch nach dem Lesen hat das Buch mich nicht losgelassen, ganz im Gegenteil. Die Technik wird immer moderner und eigentlich sollte das nur ein Vorteil für uns sein, aber ist es das wirklich? Nach dem Lesen von „Dark Noise“ bin ich mir da nicht mehr wirklich sicher. „Dark Noise“ hat mir gezeigt, dass die moderne Technik, welche für uns helfen und auch schützen soll, auch ausgenutzt und gegen uns verwendet werden kann. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob die moderne Technik wirklich ein Segen ist oder ob sie auch eine Katastrophe bedeuten kann. 

Margit Ruile hat ein Thema der Zukunft sehr gut aufgegriffen und die Idee der Geschichte wirklich sehr gut und auch spannend umgesetzt. 

Auch wirklich gut gefallen hat mir, dass im Buch die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten nicht im Mittelpunkt stand. 

Fazit


„Dark Noise“ ist ein wirklich sehr gelungener Thriller, welcher mich gefesselt und auch lange nach dem Ende nicht mehr losgelassen hat. Schade fand ich, wie oben schon genannt, dass man als Leser leider sehr wenige Informationen über Zafer und auch Emily bekommen hat und auch das der Anfang des Buches etwas verwirrend war. Trotzdem kann ich das Buch, wirklich empfehlen und gebe dem Buch 4/5 Punkte. 

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